| 07. September 2009
75 Jahre Feuerwehr Linsburg – der zweite TagHier standen die Senioren im Vordergrund. Für musikalische Unterhaltung sorgte die Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr aus Wenden. Die im Übrigen ebenfalls sehr professionell spielten. Für das Showprogramm waren wieder die Kinder der Freiwilligen Feuerwehr Linsburg zur Verfügung. Nur waren sie diesmal nicht so aufgeregt wie am Vortag. Eher im Gegenteil, sie brannten förmlich darauf, auf die Bühne zu kommen. Noch nicht einmal drauf, fragten die Kid´s gleich nach, ob sie ebenfalls wieder eine Zugabe geben dürften.
Das Publikum spielte da voll mit, nicht weil sie den Kindern den Spaß gönnen wollten, sondern weil sie ihren Auftritt in der Tat sehr gut gemeistert haben. Hier merkte man erst recht, dass die drei Betreuerinnen und auch die Kinder die ihnen gestellte Aufgabe ernst nahmen. Und wer weiß, vielleicht ist irgendwo in unserer Region jemand der Meinung, die wollen wir fördern. Das kann man indem man diese Truppe einfach mal für eine Veranstaltung bucht.
Der Sinn und Zweck dieser Truppe liegt darin, Kinder spielerisch an die Aufgaben einer Freiwilligen Feuerwehr heran zuführen. Das Eintrittsalter fängt bei sechs Jahren an. Bis die Kinder circa 10 Jahre alt sind, können Sie hier sich so richtig austoben und lernen nebenbei auch noch, wie wichtig es ist, sich für seine Mitmenschen zu engagieren. Die Feuerwehr kann Leben retten und somit es ist sehr wichtig, dass es sie gibt.
Die Senioren hatten ihren Spaß mit den Kindern. Zusätzlich sorgten erneut die Jagdbläser für ein wenig Abwechslung mit ihrer Musik. Hier war doch zu merken, dass es nicht verkehrt sein kann, so eine alte Tradition am Leben zu erhalten. Wer sich für diese Art von Musik interessiert, kann sich gerne einmal bei den Jagdbläsern aus Linsburg melden.
Was man gestern nicht schaffte, wurde heute nachgeholt. Extra für dieses Fest wurden von Familien als Linsburg Figuren selbst erstellt. Ein Komitee ging dann durch das Dorf um die Besten zu Küren. Leider konnte der erste Platz gestern nicht ausgehändigt werden, da die Gewinner nicht anwesend waren. Dies konnte aber nachgeholt werden. Der Bürgermeister Herr Leseberg nutzte die Möglichkeit, dies auch selber zu übernehmen.
Insgesamt konnten wir rund 150 Senioren zählen. Man möge uns verzeihen, wenn es auch ein Paar mehr gewesen sind. So in der Schnelle können wir die Anwesenden Personen auch nur überfliegen. Es macht es uns nicht immer einfach, wenn man mit einem Bienenschwarm zu tun hat. So wie diese Senioren. Das Wort „FIT“ wurde hier unter einem neuen Licht gestellt. Denn diese Senioren hatten es in sich.
Vor den Zelt goss es in Strömen. Nicht gut, da ja noch die Wettkämpfe anstanden. Hierfür hatten sich ganze 13 Freiwillige Feuerwehren dem Kampf gestellt. Die nun alle schön artig auf das Ende des Regens warteten. So gesehen nicht einmal wirklich schlimm, den die Truppen nutzen die Zeit um sich zu unterhalten. Informationen auszutauschen ist ja auch ganz wichtig. Wobei es nicht immer nur im Einsatzfahrzeuge ging. Aber auch die Wettkampfleitung konnte so noch ein wenig Zeit für sich herausschlagen. Der Wettkampfleiter, Herr Harald Ellermann von der Freiwilligen Feuerwehr aus Nienburg nutze ebenfalls noch die Zeit um seine Truppe ein wenig auf die bevorstehenden Wettkämpfe einzustimmen.
Lustig war auch, dass die anwesenden Kinder für sich die freistehende Bühne entdeckten. Was für ein Spielplatz. Wir sind uns sicher, die würden dort die ganze Zeit rumspielen, wenn da nicht die Eltern wären – grins!
Als dann endlich der Regen eine Atempause hinlegte, ging es mit dem Wettkampf weiter. Die Regeln wurden hier erneut, damit auch nicht einer sagen konnte: „ das haben wir nicht gewusst“. Jedes Team klar und deutlich erklärt. Hierfür wurden die Teamleiter herangezogen, die dann wiederum die Regeln ihren Teams erklären sollten. Moment mal, da war was, ach ja, der Regen sorgte wieder einmal für eine Not-Pause. So langsam fing es aber auch zu nerven. Was solls, das Wetter kann man nicht beeinflussen.
Die Zeit wurde aber auch nicht verplempert, denn im Zelt gab es Kaffee und Kuchen. Gerade bei nassem Wetter soll so etwas ja das gemüht aufhellen. Ok, regen vorbei, alle Mann raus an den Start.
Hier kurz für Sie liebe Leserinnen und Leser, wie dieser Wettkampf aufgebaut war.
Es gab mehrere Zwischenstationen die eine Wettkampfgruppe zu bewerkstelligen hatte. Als erstes das Wettkuppeln. Hier geht es darum, die Wasserpumpe mit Hilfe von Rohren mit Wasser zu versorgen. Diese Leitung besteht im Wettkampf meistens aus vier gleichlangen Teilen.
An der Wasserpumpe wird ein langer Schlauch angebracht der zu einem Verteiler ging. Vom Verteiler aus, mussten drei Spritzgruppen versorgt werden. Als Anschluss musste jeder dieser drei Gruppen einen Kanister von einem Pfahl weglöschen. Aufgabe erledigt und mehr oder weniger erfolgreich bestanden.
Hier zu finden Sie aber in unserer Galerie einige nette Bilder, die das ganze veranschaulichen.
Die Truppe aus Heemsen hatte so richtig Pech im Gepäck. Ihre Pumpe wollte per du nicht anspringen. OK, bei einer Maschine, wo schon das Alter nicht mehr zu finden ist, kann es auch nicht wirklich was werden. Vielleicht sollte die Gemeinde Heemsen einmal darüber nachdenken, Ihrer Freiwilligen Feuerwehr eine neue zu spendieren. Es könnte nämlich passieren, dass diese Pumpe im Ernstfall auch nicht anspringt. Spätestens hier könnte es doch unangenehm werden, warum die armen Kerle mit dermaßen Alten Handwerkzeug hantieren müssen.
Zum Glück haben aber die Kameraden aus Hassberge mit Ihrer Pumpe ausgeholfen, so das Heemsen doch noch am Wettbewerb teilnehmen konnte.
Für den Nachschupp an genügend Wasser war die Jugendfeuerwehr von Linsburg verantwortlich. Die im Übrigen erneut eine sehr saubere und neutrale Stellung bezogen. Als letzte truppe durften die Gastgeber an den Wettkampf. Sie standen natürlich durch die Zeitvorgaben nicht weniger unter Druck als ihre anderen Kameraden.
Selbstverständlich will man als Gastgeber eines Wettkampfes glänzen. So war der Druck noch ein wenig höher, als wenn man nur als Gast teilnimmt. Deswegen hatte die Wettkampfgruppe ihre Vorbereitung sehr ernst genommen. Und so gab diese Truppe natürlich alles was sie so drauf hatte. Man darf aber nicht vergessen, dass hier erschwerend dazu kommt, dass fast alle Kameraden auch bei den Vorbereitungen mitgewirkt hatten. Sie waren also nicht wirklich Topfit.
Nachdem die Wettkämpfe beendet waren, begann ein anderer. Die Auswertung musste fertig gestellt werden. Drinnen im Zelt wurde ja bereits darauf gewartet. Die Vorbereitungen für die Ehrungen wurden hier schon fast komplett erlegt. So das der gute „Nils“ doch die Hände voll zu tun hatte. Er musste die Auswertungen machen, für die Platzierungen jeweils eine Urkunde erstellen. An dieser Stelle einmal einen Dank an Nils für seine schnelle Arbeit.
Man hatte eigentlich nicht wirklich das Gefühl, dass die ganzen Kameraden so was wie Konkurrenten sind. Klar, will jeder gewinnen. Aber hier merkte man schon, dass es jedem gegönnt wurde. Was allerdings der Stimmung nicht gerade schlecht kam. Denn es wollte doch jeder wissen, wo sie standen und welchen Platz sie abgeräumt haben.
So gemeinsam man gespannt war, genauso gemeinsam wurde sich gefreut. Hiermit war dann der Nachmittag mit seinem Wettkampf schon sehr gut ausgelastet. Die Truppe um Sven Plathe durfte sich nun ein wenig ausspannen und die Vorbereitung für den Abend machen. Hier sollte ja auch was Gutes präsentiert werden.
Das Zelt wurde von den ganzen Tischen und Bänken befreit, schließlich sollte es am Abend wackeln. Für die Abendveranstaltung wurde eine zehn Mann große Band aus Vechta eingeflogen. „Free Steps“ spielte das erste Mal in unserer Region, so waren auch wir gespannt, was diese Band so drauf hatte. Wir konnten uns noch ein Bild davon machen, wie die Tontechniker von „Acoustic Sound GmbH“ den Auftritt der Band vorbereitet hatten. Wenn man sich so die Kisten ansah, dann kam schon bei dem einen und anderen die Frage auf: „wollen die hier einziehen?“
Wir kamen dann am Abend erneut zur Veranstaltung, weil wir uns das mal ansehen wollten, wie hier so die Stimmung ist. Mal ganz davon abgesehen, waren wir schon überrascht, was die „Free Steps“ da abgeliefert hatten. Das hatte weniger etwas mit einer Party zu tun, als mit einem Konzert. Hammer Leistung!. Für die Sicherheit wurde extra eine Security Unternehmen heran gezogen, die mit ausreichendem Personal nicht nur den Schutz übernahm, sondern auch dafür Sorge tragen sollte, falls es ein wenig auszuufern sollte, einzugreifen.
Am Anfang standen die Linsburg schon ein wenig skeptisch dieser für Sie unbekannten Band gegenüber. Dies hatte sich allerdings rasch gelegt und wechselte in Begeisterung. So konnte auch dieser Abend als erfolgreich abgestempelt werden. Wir freuen uns schon auf den Dritten und letzten Tag, der im Sinne von Familie stehen sollte.
Hier sind nun die Bilder zu sehen. Viel Spaß damit!
Hier sind die Bilder vom Vortag, sowie der dazugehörige Bericht.


