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75 Jahre Freiwillige Feuerwehr Lindsburg KommerzabendAm 04. September war es endlich soweit, die Linsburger konnten Feiern gehen. Wir waren noch nicht einmal so richtig angekommen, da viel uns auf, dass hier und da noch mächtig gefummelt wurde. Die Band war noch beim Aufbauen, hier und da wurde noch an den Stühlen und Tischen gerückt und mittendrin die ersten Gäste.

Und irgendwie wollte auch der Zustrom weiterer Gäste nicht aufhören, was für uns ein Zeichen dafür ist, dass hier die Dorfgemeinschaft funktioniert. Für die musikalische Begleitung sorgte an diesem Abend „Let´s Dance“ aus Rehburg. Wie immer ein Hinkucker, diesmal im Bayernlook.  Wir wie erfahren haben, heute mit fliegenden Bandmitgliedern, auch mal was Interessantes.

Die Band bereitete sich noch ein wenig vor um dann mit Gebrüll auf das wartende Publikum zu stürzen. Kaum lagen sie los, da ging die Stimmung im Zelt voll auf 100% Was nicht gerade einfach ist, wenn man an die 600 Gäste im Zelt hat. Die auch noch dabei sind, sich selber zu organisieren. Wer soll sich wo hinsetzen, die Getränke wollen ja auch fließen und es kamen immer noch weitere Gäste hinzu. Spitze!

Also machte die mobile Band einen Rundgang durchs Zelt, was der Stimmung gut tat. Schließlich soll gefeiert werden  So hatten die Besucher den ersten Eindruck, was sie heute noch alles erwartet und nicht nur die Band hatte ihren Spaß, denn so oft erlebt man es nicht, das Musikanten auf den tischen musizieren. Geht doch.

Auch die Veranstalter konnten einen großen Teil ihrer Nervosität ablegen, was gut ankam. Logisch ist so eine Feier nicht mit einer normalen Feier zu vergleichen, hier ging es um einen Geburtstag, der so nicht wieder kommt. Da möchte auch der Gastgeber sein bestes geben. Wir finden, das ist der freiwilligen Feuerwehr Linsburg auch super gelungen.

Schon sind die ersten Reihen am Schunkeln, was als Stimmungsbarometer anzusehen ist. Die Linsburger sind da und ehren die Kameraden der Feuerwehr mit Ihrer guten Laune. Da macht es für jeden erst so richtig Spaß dabei zu sein. Nun war der Zeitpunkt für Franky gekommen, der heute für den Ablauf des Abends verantwortlich ist. Selbstverständlich gab er allen Gästen eine kleinen Überblick, was so wann und wo passieren wird. Um dann auch gleich in den Ablauf einzusteigen.

Als einer der Höhepunkte war die Vorführung der Kinderfeuerwehr anzusehen. Die Kinder haben Ihren Auftritt ganze fünf Wochen geübt, was man aber auch gut sehen konnte. Zudem hatten nicht nur die Darsteller ihren Gaudy, sondern auch die Zuschauer. Nach der ersten Darbietung wollten die Linsburger direkt nachschlag haben. So etwas gefällt jedem, der auf der Bühne etwas Vorführt. Und selbstverständlich waren die Kleinen darauf vorbereitet. Wollten aber nicht die Zugabe geben, ohne dass die Linsburger mit machen.

Moment mal, die Gäste sollen mitmachen? Wie das? Die kleinen machten es vor und die Zeltgäste durften es nach machen und so wurde "so ein schöner Tag" von den Kid´s angestimmt Eine sehr gute Idee. So haben die Gäste ihre Zugabe erhalten und zusätzlich wurden sie auch ins Programm einbezogen. Eine sehr schöne Sache. Wer eben nach „Nachschlag“ schreit, der darf auch mitmachen. Perfekt!

Die kleinen Darstellerinnen und Darsteller wurden ganz schnell mit dem Abzuliefernden Programm fertig, fünf Wochen Training macht sich eben bemerkbar. Die Eltern dieser Kinder dürfen ruhig Stolz sein. Schließlich haben die Kid´s  ein tolles Program abgeliefert. Wir sind jetzt schon gespannt, was sich diese Truppe für das nächste Jahr einfallen lassen wird.

Nun folgte das allgemeine Gerede, was es immer auf einen Kommerzabend gibt. Viel Danksagungen, viele nette kleine Geschenke und auch die Politik musste ja so das eine und andere Wort fallen lassen. Was uns dabei wieder einmal einfällt, reden die um etwas zu sagen, oder sagen sie etwas, damit es eben nett ist? Wir wollen einmal hoffen, dass in diesem Fall, die Politik einmal das hält, was sie so in den Raum gestellt hat. Es wäre schade, wenn es wieder nur Gerede ohne Taten wären. Leider ist es eben so in der Politik, viel gut klingende Worte, weniger Taten dafür aber mehr Ausreden, warum etwas nicht funktioniert. Das ist eben Politik.

Was bei diesem Punkt sehr schön und gleichzeitig einen Raritätswert hat, der Ortsbürgermeister Leseberg ehrte die Damen, die hinter den Hauptverantwortlichen dieser Veranstaltung stehen. Wir habe schon die eine und andere Veranstaltung hinter uns, allerdings wurde kaum an die Familienangehörige gedacht, die während einer Planphase einer Veranstaltung auf die Mama und oder dem Papa verzichten muss. Hier dürfen sich ruhig andere Bürgermeister eine Scheibe abschneiden.

Nach der ersten Rederunde wurde eine kleine Aufführung in Plattdeutsch abgehalten. Eine sehr schöne Sprache, wenn man sie versteht. Hier in dieser Aufführung wurde eine Familie dargestellt, wo eine Mathematische Aufgabe für die Tochter geklärt werden musste. Die Darsteller sind zwar keine Profis, dafür aber mit Herz dabei. Was der Aufführung aber nicht schadete, eher im Gegenteil.

Nach dieser netten Aufführung ging es an die Stimmbänder der Gäste. Das „Niedersachsenlied“ sowie das „Deutschlandlied“ durften gesungen werden. Damit auch jeder weiß, wie diese Lieder gehen, lagen überall kleine gelbe Handzettel aus, wo diese Lieder als Text drauf waren.

Wer schön singen kann, kann auch etwas Essen. So dachten sich das die Veranstalter.
Es wurde reichlich an „Schnittchen“ aufgefahren um nicht zu sagen, Plattenweise.  Mal was anderes, sonst kommt immer ein Futterservice, der dann etwas serviert. OK, die sind dann aber auch ihr Geld meistens wert. 
Auch die Jugend der Feuerwehr hatte alle Hände voll zu tun. Die Tische machten sich ja nicht von alleine wieder sauber. Die Jugendfeuerwehr hatte also an diesem Abend die Aufgabe, die leeren Gläser einzusammeln und teilweise für Nachschupp zu sorgen. Bei der Anzahl an Gästen, nicht gerade eine Aufgabe, die man eben so nebenher macht. Hier wurde richtig mit angepackt.

Nach dem Essen sollte man ein wenig verdauen und nicht gleich wieder in die Vollen gehen. So bat sich noch einmal die Möglichkeit, dass der eine und andere sich vor das Mikrofon begaben um zu gratulieren. Hier wurde unter anderem erneut darauf hingewiesen, dass die freiwillige Feuerwehr ihre Leistungen erbringen. Leider scheinen aber viele diese als normal hinzunehmen, da zu diesem Zeitpunkt eine kleine Mahnung ausgesprochen wurde. Eigentlich nicht einmal eine Mahnung, sondern eher eine bitte an alle Bürger: Die freiwillige Feuerwehren sind immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird. Dass dieses aber nicht ohne finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung geht, scheinen viele zu ignorieren. Die Bereitschaft die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren mit kleinen Geldspenden zur Seite zu stehen, scheint sehr so tief zu liegen, dass es sogar einen kleinen eigenen Part auf einer der Reden gefunden hat.

Es wurde wieder Zeit die Worte von der Party. Hier spielten dann die Jagdbläser aus Linsburg einige sehr schöne Stücke und konnten somit wieder einmal beweisen, dass auch Jagdmusik sehr angenehm sein kann. Was aus so einem kleinen Instrument wie dem Jagdhorn alles an Töne machbar ist, wunderbar.

Ein weiterer Höhepunkt sollte nun folgen. Man weiß, dass es die „California Dreamboys“ gibt, aber hatten Sie gewusst, dass die Linsburger auch so eine Truppe haben? Die „Linsburger Dreamboys“ haben echt eine kleine und nette Show geboten. Auch diese Truppe hatte viele Fassetten, so dass für jede Dame im Zelt auch etwas dabei war. Die Jungs haben ein volles an ansprechendes Programm abgeliefert.

Gegen Abend waren es schon an die 550 Gäste, die sich die Shows im Zelt angesehen haben. Hier kam aber auch wirklich keiner zu kurz, naja wirklich keiner? Wie viele wissen, setzen wir uns stark für Kinder ein. Der Nachmittag hätte ruhig ein wenig mehr für Kinder bieten können. Das aber nur am Rande bemerkt. Auch an einem „Kommerzabend“ kann für Kinder gerne mehr geboten werden.

Hier am Abend durfte sich dann „Let´s Dance“ erst so richtig Zeigen. Sie brachte die Stimmung im Zelt zum brodeln. Die Tanzfläche war zu unserem dasein immer sehr gut besucht. Stimmungsbarometer: über 100%. Gegen Mitternacht gab es dann noch was für die Augen, ein Höhenfeuerwerk wurde gezündet. Hierfür zeichnete das Unternehmen „Pook Pyrotechnik“ aus Petershagen die Verantwortung, hierfür stand extra Torsten Jung zur Verfügung, der für den Ablauf des Feuerwerkes zuständig war. Leider waren wir zum diesem Zeitpunkt nicht mehr anwesend. Wir haben aber im Vorfeld erfahren, dass das Feuerwerk gute fünf Minuten andauern würde.

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