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Der Serengeti-Park Hodenhagen übernahm vor einigen Monaten acht kurz vorm Verhungern stehende Tiger aus einem insolventen portugiesischen Zirkus.

Mit viel Liebe, Geduld und vitaminreichen Infusionen päppelten die Mitarbeiter die Sorgenkinder wieder auf und präsentierten sie nun der Öffentlichkeit.

Bereits vor einigen Monaten übernahm der Serengeti-Park acht Tiger von einem insolventen Zirkus aus Portugal und präsentiert sie jetzt erstmals den Besuchern. Bei der Ankunft in Hodenhagen lebten die Tiere bereits seit mehreren Wochen ohne Futter und befanden sich in einem extrem abgemagerten Zustand. Nun zeigen sich die Raubkatzen gesund und wohlgenährt im großzügigen Freigehege.

„Wir arbeiten bei der Vermittlung von Tieren international mit vielen Tierparks zusammen. Aus Alicante bekamen wir den Hinweis, dass ein Zirkus im portugiesischen Coimbra Hilfe benötigt“, berichtet Fabrizio Sepe, geschäftsführender Eigentümer des Serengeti-Parks Hodenhagen. Für fünf junge Tigerweibchen und zwei kastrierten Männchen – alle etwa zwei bis drei Jahre alt – und einen vierjährigen Zuchtkater suchte der insolvente Zirkusbetreiber verzweifelt ein neues Zuhause, denn er konnte die Ernährung der Tiere nicht mehr gewährleisten. Fabrizio Sepe setzte sich umgehend mit den Verantwortlichen in Verbindung, kaufte die Tiere und koordinierte den kostspieligen Transport nach Deutschland.

Mithilfe eines Tiefladers beförderte der Serengeti-Park die Raubkatzen in dem ebenfalls übernommenen Trailer, der das bisherige Zuhause der Tiger darstellte, nach Hodenhagen. Lediglich 120 bis 130 Kilogramm statt der regulären 250 wogen die Tiere bei Ankunft im Park. „Der Zustand der Raubkatzen zu diesem Zeitpunkt war mehr als kritisch. Wir zweifelten daran, alle Tiere am Leben erhalten zu können“, erinnert sich Sepe. Zwei Wochen erhielten die Tiere keine feste Nahrung, sondern lediglich Mineral- und Vitamininfusionen. Nach dem Zufüttern von Rindergulasch freuten sich die Katzen über die ersten Keulen nach Wochen und genasen zusehends. Anfang des Jahres bangten die Serengeti-Mitarbeiter noch einmal um Phinix, den Kater, der plötzlich aufhörte zu fressen. Nach einer aufwendigen Untersuchung und erneuten Verabreichung von Infusionen begann das Sorgenkind wieder zu fressen und Ärzte- und Tierpfleger-Team gaben Entwarnung.

„Wir sind sehr glücklich, dass wir die Tiere retten konnten und sie nun unseren Besuchern hautnah Freude bereiten“, resümiert Sepe fröhlich. „Die jungen Katzen werden unseren Park bereichern und wir hoffen auf baldigen Nachwuchs.“ In ihrem bisherigen Leben sah die neue Tigergruppe lediglich Zirkuszelt und Trailerwände, nun erleben die majestätischen Parkbewohner erstmals Gras, Wasserstellen und Bäume, die sie neugierig und glücklich erkunden.

Für den Serengeti-Park stellen die geretteten Raubkatzen die nächste Tigergeneration dar, da die bisher im Freigehege lebenden Tiere – bestehend aus Kater Max und seinen Katzendamen – separat in einem zusätzlich gebauten Zuhause leben dürfen.